Im letzten Jahr half den Autofahrern die 60-minütige Toleranzzeit in etwa 1,5 Millionen Fällen

Die Erfahrungen der Nationale Mauterhebung geschlossene Dienstleistungs-AG (NMgD AG) zeigen, dass die Autofahrer als Nutzer der Autobahnen immer häufiger und immer bewusster von der Möglichkeit des nachträglichen Kaufs Gebrauch machen und so sehr viele von einer späteren Zahlung einer Nachgebühr befreit werden.

Die im Januar 2018 eingeführte 60-Minuten-Regel wurde den in sie gesetzten Erwartungen gerecht, den Erfahrungen der NMgD AG zufolge machen die Autofahrer immer häufiger und immer bewusster von der Möglichkeit des nachträglichen Kaufs Gebrauch. 2018 half ihnen die 60-minütige Toleranzzeit 1,2 Millionen Mal, 2019 hingegen bereits in mehr als 1,4 Millionen Fällen. Die Mautkontrollkameras der NMgD AG hielten im letzten Jahr bereits insgesamt 1.433.671 solcher unberechtigten Straßennutzungen (sogenannte Durchfahrtsereignisse) fest, bei denen der Fahrzeugführer zum jeweiligen Zeitpunkt noch über keine gültige Straßennutzungsberechtigung verfügte, doch innerhalb von 60 Minuten die benötigte E-Vignette kaufte und so von der späteren Zahlung einer Nachgebühr befreit wurde.

Die gebührenpflichtigen Straßen in Ungarn dürfen nur im Besitz einer gültigen Straßennutzungsberechtigung benutzt werden – d. h. der Fahrzeugführer muss noch vor der Auffahrt auf die Autobahn für den Kauf einer E-Vignette sorgen. Doch haben die gutgläubigen Straßenbenutzer, die versehentlich auf einen gebührenpflichtigen Straßenabschnitt gefahren sind oder keine Zeit zum Kauf der erforderlichen E-Vignette hatten, nach der Auffahrt höchstens 60 Minuten Zeit, ihrer Pflicht zur Gebührenzahlung nachzukommen. Diese Toleranzzeit kann jetzt zu Beginn des Jahres vor allem für diejenigen eine große Hilfe bedeuten, die noch nicht für den Ersatz ihrer Ende Januar ablaufenden Jahresvignette gesorgt haben und erst im letzten Moment, in der Regel bereits auf der Autobahn, bemerken, dass sie ohne gültige E-Vignette auf die Autobahn gefahren sind.

„Die Zahl der nachträglichen Käufer ist sowohl bei den ausländischen als auch bei den inländischen Straßennutzern bedeutend. Wir machen die Erfahrung, dass bei den inländischen Autofahrern die Zahl der Vignettenkäufe innerhalb von 60 Minuten im Vergleich zu 2018 um etwa 33 Prozent angestiegen ist“, erklärte der Generaldirektor der NMgD AG. Tamás Bartal fügte hinzu: „wer auf der Autobahn bemerkt, dass er keine Vignette hat, kann sie bereits beim ersten Autobahnrastplatz über die Webseite ematrica.nemzetiutdij.hu kaufen“.